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Endodontie – Wann eine Wurzelkanalbehandlung notwendig wird und was moderne Therapien leisten


Der Name Endodontie stammt von den griechichen Wörtern "endon" – innen – und "logos" – Lehre und bedeutet also "Lehre vom Zahninneren". Die Endodontie behandelt meist Erkrankungen des Wurzelkanals und hat immer die Erhaltung des Zahnes zum Ziel.


Im Inneren eines gesunden Zahnes befindet sich das Zahnmark, bestehend aus Blutgefäßen und Nerven. Bei einer tiefen inneren Karies oder wenn ein großes Stück des Zahnes abgebrochen ist, können Bakterien in das Zahnmark vordringen. Es kann zu einer mitunter sehr schmerzhaften Entzündung kommen, die das Gewebe zerstört. Dringen die Bakterien noch weiter vor, entsteht an der Wurzelspitze eine eitrige Entzündung, die sogar den Kieferknochen auflösen kann.


Die einzige Möglichkeit, den erkrankten Zahn zu erhalten, ist die Wurzelkanalbehandlung, auch endodontische Behandlung genannt, das Behandlungsfeld nennt man Endodontie.

Bei einer Wurzelkanalbehandlung wird der Zahn von innen gereinigt, indem das erkrankte Gewebe entfernt wird und vorhandene Bakterien abgetötet werden. Anschließend wird der Wurzelkanal dicht gefüllt, damit keine weiteren Bakterien eindringen können. Es gibt viele unterschiedliche Qualitätsstufen einer solchen Wurzelkanalbehandlung. Die herkömmliche Behandlung weist aber nur eine Erfolgsquote von weit unter 50 Prozent auf.


Es gibt modernere Therapien in der Endodontie, mit denen sich Erfolgsquoten von über 90 Prozent ergeben. Das heißt: Über 9 von 10 behandelten Zähnen werden gesund.

Schon mikroskopisch kleine Haarrisse im Zahn sind für Bakterien ein offenes Tor. Bei einer erfolgversprechenden Therapie werden die Wurzelkanäle deshalb mit Lupenbrille oder OP-Mikroskop gesucht und mit endometrischen Geräten gemessen. Auch die Reinigung der Kanäle und der anschließende Aufbau des Zahnes erfolgen mit anderen, besseren Methoden.

In einigen Fällen kann die Erstbehandlung des Wurzelkanals dennoch fehlschlagen. Dann ist eine Wurzelkanalbehandlungs-Revison erforderlich. Ist auch diese Behandlung nicht erfolgreich, wird in der Regel eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt.



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